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Dr. med. Stefan Görnitz [Startseite]
 

Kunsttherapie

In der Anthroposophischen Kunsttherapie kann der Mensch aktiv Krankheitsprozessen entgegenwirken und schöpferisch an der eigenen Gesundung sowie an der Entwicklung seines Lebensweges mitgestalten.
Im Therapeutischen Malen, Zeichnen und Plastizieren werden ausgleichende Prozesse und Fähigkeiten durch malerische Elemente, Zeichenübungen und plastisches Material wie Ton oder Wachs aktiviert.

 

Therapeutisches Malen

Das Malen lässt uns die Qualitäten der Farbe erleben, Hell und Dunkel, Licht und Schatten.
Durch diese Elemente erfahren wir vor allem Dynamik, Rhythmus und Variationsmöglichkeit einer bewegten Gesamtgestaltung des Bildes.  
Diese Bewegung im Bild wird zur inneren seelischen Bewegung und Belebung. Beim Vorgang des Malens wechseln sich die Phasen des Tuns mit den Phasen des Betrachtens und Nachfühlens ab. Es entsteht ein rhythmischer Wechsel  von Handeln und Wahrnehmen, von Bewegung und Ruhe, von Außen und Innen, von Welt und Mensch.
Seelische Empfindungen und innere seelische Regsamkeit kommen zum Ausdruck. Es sind Empfindungen, die uns stimulieren, die unsere leiblichen Prozesse, unsere Organe anregen, die in uns etwas in Fluss bringen und den  Menschen aus Erstarrung oder mangelnder Formkraft führen können.
Durch den künstlerischen Umgang mit den Qualitäten Hell und Dunkel, Licht und Schatten, Farbe und Form, Grenzen und Übergängen, Dichte und Durchlässigkeit, Einseitigkeit und Ausgeglichenheit, Bewegung und Ruhe können Einseitigkeiten, Stärken und Schwächen sichtbar werden. Andererseits können diese künstlerisch-therapeutischen Übungsreihen  zur Reaktivierung alter oder zur Aktivierung und Gewinnung neuer physischer und psychischer Prozesse führen.

 

Therapeutisches Zeichnen

Im Zeichnen leben wir in dem Element der Bewegung und der Formgebung. Beim Zeichnen wird die äußere Welt bewusst wahrgenommen, weil das Auge Grenzen, Formen und Bewegungen nachvollziehen muss, um diese zeichnend ausdrücken zu können. So geht vom Zeichnen etwas Ordnendes, Bewußtmachendes aus. Es verbindet mit der Umwelt und führt zu neuen Entdeckungen durch starke Konzentration. Gesetzmäßige Formen und bewußte, exakte Bewegungen wirken wohltuend auf chaotische Zustände.

 

Therapeutisches Plastizieren

Im plastisch-therapeutischen Gestalten steht das gestalterische Umgehen mit einem mehr oder weniger festen Stoff im Vordergrund. Der Ton wird in Gestaltung gebracht, verwandelt, entwickelt sich. Er kann zunehmen und abnehmen, wachsen, werden und vergehen. Im Plastischen Tun erfahren wir eine Oberflächen- und Hautbildung als Grenze zur Umgebung,
oder lernen Innenraum zu bilden. Dabei kommt es auf Tasten, Spüren, Sehen und Empfinden an, auf Gleichgewicht, Ruhe und Bewegung, Standfähigkeit und Raumorientierung.
Im plastisch–therapeutischen Gestalten können wir eine zunehmende Gestaltung, Ordnung, Abgrenzung, Festigung oder Standfähigkeit anregen oder entsprechende vorhandene Fähigkeiten unterstützen oder stärken.

Mit Hilfe der Kunsttherapie kann es gelingen, dem kranken Menschen wieder einen Zugang zu seinen eigenen Selbstheilungskräften zu ermöglichen. Voraussetzung hierfür ist sein Wille zur Tat, zur Auseinandersetzung mit dem eigenen Weg und zum Ergreifen einer selbstgestalteten Zukunft.